Historischer Sieg gegen den RK Ljubljana

Historischer Sieg gegen den RK Ljubljana

Am Samstag gelingt den Donaupiraten ein historischer Sieg gegen die Tabellenführer aus Slowenien.

kirchi asboth

„Ballroom dancing is a contact sport. Rugby is a collision sport“

Das erste Viertel des Spieles ist genau so, wie Bulls Coach Heyneke Meyer den besten Sport der Welt treffend beschrieben hat. Beide Mannschaften schenken sich nichts. Die Slowenen rennen mit aller Kraft an, die Piraten schlagen den slowenischen Meister immer wieder zurück. Dem Publikum werden scheppernde Tackles am laufenden Band geboten.

Allerdings gehen die Gegner nach den ersten, hart geführten Spielminuten mit einem verwandelten Try und einem Penalty 10 zu 0 in Führung. Die Piraten jedoch lassen sich nicht im geringsten entmutigen und schlagen mit aller Härte zurück und nach 15 unglaublichen Phasen und gefühlten 1000 Offloads kann Donauflügel Townshend den ersten Try für die Piraten legen.

Die Piraten sind sichtlich motiviert und der neue Flyhalf der Piraten, Darryn Bruce aus Südafrika, kann noch vor dem Halbzeitpfiff den zweiten Try für die Piraten legen. Dank Spichers Conversions führt Donau nach 40 Minuten 14 zu 10.

Auch in der zweiten Halbzeit gehen die Piraten keinen Augenblick vom Gas. Die Tight-Five leisten fantastische Arbeit bei den Standards und können drei Penalties vom Scrum ernten und dank Kapitän Dachlers Luftmanövern mehrere slowenische Bälle im Lineout gewinnen. Die Tacklerate des Packs ist ebenso famos wie ihre Arbeit in den Rucks. Besonders Nsubuga tackelt wie ein Besessener und belohnt sich und die Mannschaft, nach einem schönen Offload von Bruce, für die harte Arbeit mit einem Try in Spielminute 50.

titus try

In Minute 65 räumt Looseheadprop Kirchmaier unter Gejohle der Zuschauer den letzten slowenischen Verteidiger kurzerhand aus dem Weg und kracht wie eine Abrissbirne ins Malfeld der Tabellenführer. Nach einer weiteren Conversion und einem Penaltykick von Spicher führen die Piraten nach 70 Minuten hartem Kampf mit 29 zu 10 über den stärksten Gegner der Liga, welcher vor vier Wochen noch 100 zu 3 gegen Vienna Celtic gewonnen hatte und bisher ungeschlagen im ARC-Cup war.

asboth handoff

Die Slowenen geben sich allerdings nicht ganz geschlagen und kommen noch einmal in die Tryzone der Piraten. Das Spiel endet mit 29 zu 17 für die Piraten. Damit haben sich die Piraten einen wertvollen Vier-Try-Bonuspunkt gegen die Slowenen geholt, den ersten, der überhaupt je in der österreichischen Liga gegen die dominanten Laibacher errungen werden konnte.

Die Piraten haben vor begeisterten, lautstarken Fans aus ganz Wien (einige mit Videokamera, andere mit Fahne) gewonnen und gezeigt, dass sie die ultimative Kraft im österreichischen Rugby sind. Mit starken Standards, genialen Offloads, beinharten Tackles, unablässiger Ruckarbeit und einer attraktiven Mischung aus Fiji-Magie und Brechstangen-Rugby haben die stärksten Männer Österreichs die Schmach der letzten Niederlage Österreichs gegen Slowenien auf der Hohen Warte von vor letzter Woche ausgemerzt und der österreichischen Rugbycommunity gezeigt, wie erfolgreich man mit harter Arbeit, eiserner Trainingsdisziplin und einem cleveren Spielsystem sein kann.

Selbstverständlich wurde nach dem fantastischen Sieg wie gewohnt im Clubhaus gefeiert, auch wenn die sichtlich geknickten Slowenen nicht lange bleiben wollten.

 

Bericht: S.Borer.    Fotos: R.Wurwal.           >>> Mehr Fotos vom Spiel

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