Donaupiraten zerbröseln Olimpija Ljubljana

Donaupiraten zerbröseln Olimpija Ljubljana

 

Nachdem die Piraten bei der letzten Begegnung in Laibach nur mit Müh und Not einen Sieg im Schlamm Sloweniens erringen konnten, brennen die Männer der Rugby Union Donau Wien darauf, vor Heimpublikum klare Verhältnisse zu schaffen – und die Bedingungen hierfür sind ideal. Strahlendes Rugbywetter, perfektes, IRB-genehmigtes Profi-Kunstrasenfeld (nicht zu hart und nicht zu weich), und ein Trainer, der die Truppen seit Monaten schleift und auf gnadenloses Krach-Bum-Rugby abrichtet.
pocki
Die Kampfmannschaft schaut von Beginn an gefährlich aus. Einige Stammspieler dürfen sich wegen diversen Wehwehchen ausruhen, die Männer die an ihrer Stelle eine Chance auf das Piratenleiberl bekommen, sind umso wilder darauf, auf Kosten der körperlichen Integrität der Gastmannschaft, zu beweisen, dass sie es verdienen, in wenigen Wochen beim Finale aufzulaufen. Die Motivation und das konsequente Training der Piraten machen sich deutlich sichtbar bezahlt. Unaufhaltsam, wie in den stärksten Tagen der Mannschaft, rollt der Angriff der Piraten über die Verteidigung der Olimpijaner hinweg. Diese können im Angriff nicht überzeugen und auch keine schnellen Konter nutzen.

lawine

Nach den ersten paar Trys beginnen die Piraten allerdings etwas übermütig zu werden. Leider versuchen sie, die letzte halbe Stunde im Schonwaschgang zu spielen und gehen etwas vom Gas herunter.

Trotz einiger Fehler legen die Donaumänner aber einen wirklich überzeugenden Sieg hin, spielen selbstbewusstes Rugby, legen gleich neun Tries und schicken die Slowenen mit einer 51 zu 0 Packung nach Hause. Interessanter Fakt am Rande: Kapitän Dachler steht den Kickkünsten seines Bruders in nichts nach, trifft aber wie dieser auch eher selten (am Samstag keine von zwei Conversions). Dies dürfte das erste Mal seit den erfolgreichen Zeiten Andreas Schwabs sein, dass ein Tight-Five-Spieler versucht, das Oval per pedes zwischen die Stangen zu befördern.*

Die Fans hoffen, dass die Piraten bei ihren nächsten Spielen (kommenden Samstag auswärts gegen Innsbruck) und dann im Finale gegen Stade (13.6. Hohe Warte) von der ersten bis zur letzten Minute nicht vom Gas runter gehen und das bildliche Schachtschiff, zu dem die Kampfmannschaft der Piraten im letzten Jahr umgebaut wurde, unaufhaltsam durch feindliche Gewässer segeln lassen.

titus try
*Anmerkung der Redaktion: Die klassische Variante der Ballbeförderung unterm Arm, macht sich für gröbere Spieler der ersten und zweiten Reihe meist eher bezahlt als Kickversuche.

Fotos: R. Wurwal
Text: S. Borer

Attachment

[logo-carousel id=logos-donau]