17-25 Mit erhobenem Haupt verloren

1

Für die Korsaren war es mit Abstand das wichtigste Spiel der Saison. Im Hinspiel in Graz wurden die Korsaren mit der Rekordniederlage von 133:0 regelrecht vom Platz gefegt. So hoch hatte seit Bestehen von Donau noch keine Mannschaft verloren. Nun galt es zu beweisen, dass dieses bittere Ereignis nur eine Eintagsfliege war.

Von Beginn an war es ein sehr hart geführtes Spiel. Überraschenderweise war man spielerisch sogar auf Augenhöhe mit den noch unbesiegten Grazern. Nichtsdestotrotz gingen sie durch einen Penalty gleich in Führung.
Nach nicht einmal 20 Minuten stand es sogar 8:3 für die Auswärtsmannschaft. Doch die Donau Mannen gaben sich diesmal nicht so leicht geschlagen und gingen durch aufopfernde Defensivarbeit und strukturiertem Angriffsspiel vor dem Pausenpfiff sogar mit 10:8 in Führung.

1

Die Stärke der Grazer spiegelte sich in den Standards sehr gut wieder. In den Scrums und Line-outs war die physische Überlegenheit deutlich erkennbar. Ziemlich oft kamen die Korsaren hierbei ins Straucheln.

Aufgrund von Unachtsamkeit in der Defensive, verbuchten die Grazer gleich nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit 2 Tries. Die Korsaren kamen zwar im weiteren Verlauf des Spiels auf 17:20 heran, und es roch kurzweilig nach einer riesen Sensation, jedoch setzte sich das favorisierte Team aus Graz 20 Minuten vor Schlusspfiff durch.

1

Der RC Graz gewann diese Partie verdient mit 17:25.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge muss man den Sieg der Steirer betrachten.
Zum einen konnte man sich für die schockierende 133:0 Schlappe aus dem Herbst rehabilitieren und beweisen, dass dies ein Ausrutscher war. Andererseits wäre an diesem Tag auch ein Sieg möglich gewesen. Gleichwohl die Grazer über weite Strecken dominant auftraten und ihre physisch anspruchsvolles Spiel aufzogen, hielt die Donauverteidigung stand und bot eine tolle aufopfernde Leistung. Doch ein paar Unaufmerksamkeiten zu viel und die wieselflinken Backs der Grazer bestraften diese mit Punkten die letztendlich den Unterschied machten.
Der RC Graz steht somit wohl uneinholbar an der Spitze der Tabelle und kann sich mit einer beeindruckenden Bilanz von zehn Siegen aus ebenso vielen Spielen schon Gedanken über die Teilnahme an einer nächstjährigen Eliterunde machen.

Gratulation an einen überragenden RC Graz zu diesem „Clean Sweep“.

1

Bericht: René Bachofner
Fotos: Barbara Alexandra Lichtblau-Zakrzanska

[logo-carousel id=logos-donau]