Testspiel II: Deutlicher Sieg trotz durchwachsener Partie

Testspiel II: Deutlicher Sieg trotz durchwachsener Partie

Samstag, 05.03.2016, 12:30 Uhr, Kickoff zum zweiten und letzten Testspiel der Donaupiraten bevor sie wieder in den internationalen Betrieb des RRC Cups einsteigen.Der Wettergott zeigt sich im Gegensatz zum Verlauf der Woche gnädig und das Match kann unter perfekten Rugbykonditionen beginnen. Der Gegner heißt Budapest Exiles.

Auffällig im Lineup der Piraten sind Veränderungen auf Schlüsselpositionen aufgrund rückkehrender Piraten als auch verletzungsbedingter Notwendigkeit. Somit erkämpft sich der Luxemburger Julien Kohn seine Position in der zweiten Reihe neben Kapitän Johannes Dachler. Freydell kann dadurch den verletzten Radomirov in der dritten Reihe ersetzen und Stephan Asboth seine gewohnte Nummer 8 auf dem Rücken tragen. Ebenfalls erwähnenswert: der Heimkehrer Sabo läuft für Donau als Outside Center auf.

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Schon in der Anfangsphase machen beide Teams deutlich, dass sie Wert auf ein ambitioniertes Pass- und Offloadspiel legen. Die Verteidigungen der zwei Kontrahenten werden auf die Probe gestellt und das Spiel versucht schnell gehalten zu werden. Leider führt diese Spielweise vor allem in der ersten Hälfte zu zahlreichen Knock-ons und Ballverlusten, welche einem attraktiveren Spielfluss entgegenwirken. Zu oft wird der Ball in die Weite gepasst, jedoch nicht nach vorne getragen. Das aggressive Forwardsspiel, welches gegen Ricany noch besser klappte, durch 50/50 Offloads ersetzt. Ob dabei ein Zusammenhang mit den Fernsehübertragungen der anlaufenden Superrugby Saison besteht sei dahingestellt.

Dank klarem Kopf und taktischem Kickingspiel schaffen es die Mannen der Donau sich als erste in eine Position zu begeben, welche die ersten Punkte erahnen lässt: Max Navas tritt zu einem zentral gelegenen Penaltykick an und verwandelt souverän.

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Von da an folgt ein offener Schlagabtausch, welchen das Wiener Team durch Punkte für sich entscheidet. 50/50 Calls können eben auch gut gehen und somit schafft es der Staatsmeister immer wieder auf ansehnliche Art und Weise die Tryline der Budapester zu überschreiten. Vor allem das gelungene Supportspiel erweist sich dabei als relevant.
Defensiv kann man die Leistung der Donau Athleten zwar hinsichtlich Ungereimtheiten und etwaiger Misstackles zwar in Frage stellen, jedoch sorgen das Herz und die Kohäsion des Teams dafür, dass über 80 Minuten kein einziger Gegentry verbucht werden muss.

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In der zweiten Hälfte, speziell gegen Ende machen sich das harte Preseason Training Steve Doyles und dessen Auswechslungen bezahlt: die Bälle kommen besser an und werden mit steigender Frequenz durch Donauhände in der gegnerischen Malzone platziert. Somit wird schlussendlich ein verdienter, wenn auch nicht vollends überzeugender Sieg von 46:6 eingefahren.

Donau kann nun durchaus selbstbewusst in die Rücksaison des RRC Cups einsteigen. Es wird jedoch entschlossenere Breakdownarbeit und vor allem erbarmungsloseres Offensivrugby erfordern um den kommenden, revanchelüsternen Gegner Laibach auswärts zu schlagen!

Text: M. Dachler
Fotos: R. Wurwal

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