Donau gegen Maribor. 84:0

Donau gegen Maribor. 84:0

Für das vergangene Wochenende gab es viele Prognosen: Wahlprognosen, Wetterprognosen und auch Rugbyprognosen. Der vermeintlich erneute Wintereinbruch ließ auf sich warten und auch die politischen Voraussagungen trafen nicht zu, Donau’s Favoritensieg allerdings umso heftiger. Mit 84 Zählern zu 0 schickten die Staatsmeister Maribor auf Heimreise. Die neu aufgestiegene, slowenische Mannschaft musste sich unweigerlich der Realität der ARC Premiership stellen und nach ihrem zweiten Outing mit vielen neuen Aufgaben in den Trainingsbetrieb zurückkehren.

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Von Beginn an sind es die Piraten, die den Mariborern ihr Spiel aufzwingen. Die harte Scrumarbeit in den vorangegangenen Trainings macht sich bezahlt und so kann diese Standardsituation gekonnt eingesetzt werden, allerdings muss die Präzision des Balleinwurfs durch den Scrumhalf Mathias Dachler noch verfeinert werden. Die Breakdowns werden um einiges kürzer gehalten als noch gegen Graz und somit kommt Donau früh in sein schnelles, attraktives Laufspiel. Trotzdem wird es mehr Härte brauchen um nicht wieder so viele Turnovers in diesem Bereich zu ermöglichen.

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Die kraftvollen Forwardsphasen der Wiener erfüllen ihren Zweck, zentralisieren die Verteidigungslinie der Gäste und ermöglichen es den Backs gekonnt die dabei produzierten Lücken zu penetrieren. Vor allem findet auch im Supportlauf eine Steigerung gegenüber der Vorwoche statt und Halfbreaks werden oftmals über gute Offloadarbeit in Punkte verarbeitet. Insgesamt verbuchen die Donauathleten 35 Punkte vor dem Halbzeitpfiff.

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In der zweiten Halbzeit wird die Daumenschraube nur noch enger gezogen. Wiedereinmal ist es die Fitness des Teams, welche für den weiteren Punkteregen sorgt. Aber auch die Einwechslungen der Spieler von der Bank (innerhalb des Teams werden diese gerne als „Finisher“ bezeichnet) zeigen ihre Wirkung. Dabei stechen unter anderem Freydell, Hecker und Okropiridse heraus. Der finale Score beträgt 84:0 wobei auch Navas‘ goldener Fuß seine tatkräftige Mitarbeit leistet. Dieser sorgt für eine 100%ige Kickverwandlung und somit für 22 Punkte alleine vom Kicking Tee.

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Erfreulich dabei ist es den Korsarenscore von 0:48 vor einiger Zeit in Maribor nun mit den Piraten zu spiegeln. Außerdem ist der Wiener Club nun mit 160 Minuten ohne Gegenpunkt in die Saison gestartet. Von einem Höhenflug ist aber keineswegs die Rede, schließlich waren die beiden Siege gegen die beiden Aufsteiger Pflichtsiege. Headcoach Doyle ist fokussiert auf zwei Finalspiele dieses Jahr und dieser Spirit lebt auch in seinen Schützlingen. Jetzt heißt es umso härter weiterarbeiten und in den Trainings dort anzusetzen wo man in der Partie gegen die Slowenen aufhören konnte. Die kommenden Spiele bilden weitaus schwierigere Herausforderungen für die Rugby Union Donau, welchen diese mit Freude entgegenblickt.

Text:  M.Dachler
Fotos: A. Lichtblau-Zakrzanska

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