Donau Wien – Meister 2016

Donau Wien – Meister 2016

Finalspiele haben eigene Gesetze und so war trotz einer eindeutigen Ausgangslage das Finale um die heimische Staatsmeisterschaft eine spannende und unterhaltsame Partie. Wie gesagt hatten die Donaupiraten nicht nur den Grunddurchgang ungeschlagen beendet sondern waren vielmehr der Vienna Celtic RFC in den letzten Monaten ein wenig ins Trudeln geraten und hatte die feine Herbstform über weite Strecken des Frühjahrs nicht bieten können. Doch für das große Finale wurde kämpferisch alles aufgeboten und mit dem ehemaligen Nationalteamtrainer Lofty Stevenson auch eine renommierte Verstärkung in den Betreuerstab geholt. Vor dem Anstoss zum Hauptspiel wurde dem Publikum bereits eine Leistungsschau des heimischen Rugby geboten. Von der U8 bis hin zur U18 (die ihren Meistertitel ausfocht) trafen Mannschaften aufeinander und bewiesen, dass Rugby hierzulande einen unwiderruflichen Aufwertstrend beschreibt. Zum drüber streuen versprühte die Vienna Pipes and Drums Pipe Band noch ein wenig angelsächsischen Flair um dem Mutterland des Sports zu huldigen, und dann ging es auch schon los. 

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Von Beginn an bot sich den Zusehern ein intensiver Schlagabtausch auf Augenhöhe, Donau mit grundsätzlich mehr Spielanteilen biss sich an der entschlossenen Verteidigung der Celten die Zähne aus und Celtic konnte seinerseits mit koordiniertem Forwardspiel Raumgewinne erzielen. So gelang erst nach rund fünfzehn Minuten durch ein Break von Stephan Asboth und dem anschließenden Pass zu Michael Kerschbaumer der dann unter den Posts ablegte, der erste Try für den Favoriten. Celtic zeigte sich unbeeindruckt und kämpfte erbittert weiter. Es entstand ein munterer Schlagabtausch ohne entscheidende Treffer, der das Publikum in Spannung hielt und zu euphorischen Fangesängen anspornte.

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Mit Fortdauer des Spiels gelang es den Donaupiraten weiter Punkte zu machen ohne sich entscheidend abzusetzen, während Celtic die Chancen nicht verwerten konnte die sich boten. Vielleicht bereits eine kleine Vorentscheidung war ein Konter von der eigenen Trylinie, den Donau in Punkte ummünzen konnte, nachdem die Celten eine druckvolle Phase hatten. Spielmacher Wever konnte einen Pass seines Gegenübers abfangen, sprintete leichtfüßig über den halben Platz um dann doch gestoppt zu werden, allerdings blieb der Ball im Besitz der Piraten, die sich weiter annähern konnten ehe Gordon Chiu den zweiten Try des Abends legte. Pausenstand 14:0.

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Die zweite Hälfte bot ein anderes Bild. Der erwartete Einbruch Celtics kam nicht, es blieb weiterhin ein offenes Spiel vor begeisterten Fans beider Lager. Doch auch in den zweiten 40 Minuten konnten zunächst die etwas abgebrühter wirkenden Piraten anschreiben und stetig den Vorsprung durch einen Try von Freydell ausbauen, ehe die Celten ihrerseits in der Schlußphase noch zum 19:5 herankommen. Radomirov besorgt den letzten Versuch für Donau ehe Celtic durch Aslanyan den Endstand von 24:12 herstellt. Fazit des Tages: Sieger ist der Rugbysport. Es war ein Tag voller Jugendspiele, abgeschlossen durch ein spannendes Finale, mit enthusiastischen Fans, die selbst von den Medien hervorgehoben wurden und ein positives Ambiente erzeugten, auf das die heimische Rugbyfamilie stolz sein darf. Zusätzlich sollte das tolle Spiel Vienna Celtic Auftrieb für die Zukunft geben, Satde Wien konnte mit dem U18 Titel auf sich aufmerksam machen und die Rugby Union Donau Wien den 23. Titel in Folge einfahren.

 

Text: S. Garbiel
Fotos: B. A. Lichtblau-Zakrzanska

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